Meine Mentalität des Reisens

Trubel um mich herum. Unsichere Schritte, die in den Gassen verklingen. Klirrendes Besteck von den Restaurants neben mir. Unbekannte Worte, die zu mir vordringen, die ich nicht richtig verstehen, aber trotzdem einordnen kann. Gelächter von Menschengruppen. Ein Paar, Hand in Hand, schlendert an mir vorbei. Die Sonne scheint auf mich hinab. Ich gehe weiter. Ein alter Mann, der Akkordeon spielt, voller Leidenschaft und Hingabe. In seinen Augen sehe ich die Melodie tanzen. Auf und ab. Langsam verklingen die letzten Töne. Ich wende mich ab von dem Lied, von der Atmosphäre. Das Meer aus Stimmen wird lauter, die Straßen füllen sich. Bald bin ich im Stadtkern angekommen. Ich stehe dicht an dicht mit Fremden, die den gleichen Weg suchen. Wir bewegen uns von ganz alleine weiter, ich lasse mich treiben und schwimme im Strom. Neue Klänge, mehr Getümmel, weitere Gespräche, die kommen und gehen.

Oder vollkommene Stille. Ich sitze an der Klippe bei Sonnenuntergang. Meine Füße spüren den Felsen, der mich vor der Brandung schützt. Ein leichter Wind und das Meeresrauschen, sonst nichts. Ein wohltuendes Orange umgibt mich, taucht alles in ein zartes Licht. Ich schließe meine Augen und atme tief ein.

 

Mein zweiwöchiger Mallorca-Urlaub ist vorbei und er war – wie schon erwartet – wunderschön und entspannend. Der Abschnitt direkt hierrüber sind ein paar hingekritzelte Worte, die am Abend im Bett entstanden sind. Vielleicht ein wenig sentimental, aber meine puren Gedanken in dem Moment. Trubel und vollkommene Ruhe – das sind die zwei Seiten beim Reisen. Und ich liebe es über das nachzudenken, was uns bei so einer kurzen Auszeit eigentlich widerfährt. Die von euch, die ebenfalls ihr Herzblut beim Reisen „vergossen“ haben, die wissen hoffentlich, was ich meine.

Solche Ausflüge in andere Länder sind nicht einfach nur Touri-Trips, bei denen nur ein perfektes Foto und eine Postkarte als Beweis zählen. Wenn man wirklich genau darauf achtet, dann spielen noch einige andere Dinge eine wichtige Rolle.

Der Geruch ist für mich als Foodie eines der wichtigsten und auffälligsten Dinge. Gewürze, die man noch nicht kennt, Fischersnetze, die vor kurzem noch im Wasser waren.

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Die Klänge und Geräusche muss man auf sich wirken lassen. Vor allem in größeren Städten gibt es unzählige Straßenmusiker, die dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre geben. Das Grillenzirpen in der Nacht, das Rauschen des Meeres.

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Schmecken – Jedes Land hat seine Spezialitäten. In meinem Fall war es die Paella, die es auf Mallorca in fast jedem Restaurant zu essen gibt. Und auch wenn es diese Gerichte woanders auch gibt, das Original ist und bleibt das Beste!

Fühlen ist wahrscheinlich eines der Dinge, die man am schnellsten nicht beachtet. Kühle Felswände in den Bergen. Sonnenstrahlen auf der Nase. Stoffe, Porzellan und Metall auf dem Markt. Kennt ihr dieses matte Gefühl auf der Haut, wenn man von einem Strandaufenthalt nach Hause kommt? Ich persönlich mag es überhaupt nicht, aber dennoch verbinde ich es immer mit dem Meer und Entspannung.

Alles, was ich will, ist, euch einen gut gemeinten Ratschlag mit auf eure nächste Reise zu geben. Lasst euch auf das Abenteuer ein. Achtet mehr als sonst auf eure Sinnen. Macht diese Gefühle zu Erinnerungen und Eindrücken. Denn je mehr ihr vom Land auffasst, desto intensiver ist die Leidenschaft.

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 Eure Alina

 

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